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Ansprechpartner

DRK KV Stuttgart e.V.
Bereitschaft 4, Bad Cannstatt

info(at)drk-cannstatt.de
0711 / 54 6000

Quellenstraße 1
70376 Stuttgart

DRK rettet Weihnachten

Im Auftrag vom Innenministerium führten wir am 23.12 und 24.12.2020 Antigen-Schnelltests gegen das Corona Virus durch. Hierzu bauten wir eine Abstrich Stelle auf und betrieben Sie an beiden Tagen mit jeweils 10 Helfer. Wir konnten so über 600 Abstiche durchführen. Ziel war es, dass die Personen sicher mit ihren engsten Angehörigen Weihnachten verbringen können ohne die Angst mit dem Corona Virus infiziert zu sein und so die Liebsten abzustecken. 

Der Bericht in der Stuttgarter Zeitung von Mathias Bury: 

An sieben Stellen hat das Deutsche Rote Kreuz in Stuttgart Corona-Schnelltests angeboten. An Heiligabend wird noch einen halben Tag lang getestet.

Stuttgart - Etwa 30 Meter lang ist die Warteschlange am Parkplatz beim Haus im Sommerrain in Bad Cannstatt. Mit gebührendem Abstand und Maske stehen die Wartenden vor dem DRK-Altenpflegeheim. Jetzt sind Johannes und Barbara Schlichter aus Hofen an der Reihe, er ist 73, sie 68 Jahre alt.

„Wir fahren gleich nachher zu meiner Mutter an den Bodensee, sie ist schon 98 Jahre alt“, erzählt Barbara Schlichter. „Das Risiko wäre einfach zu groß“, begründet sie den Schnelltest „Wir haben uns immer an die Regeln gehalten – aber man weiß ja nie“. Nur zum Einkaufen gingen sie, und was man sonst noch unbedingt erledigen müsse. „Alles andere ist eingeschlafen“, sagt Johannes Schlichter. „Die Kontakte fehlen einem schon sehr.“

Ein Strich negatives Ergebnis, zwei Striche positives Ergebnis

Vor dem Parkplatz warten junge und ältere Menschen, Paare und vereinzelt auch Familien mit Kindern. Vor dem ersten Zelt wird die Temperatur gemessen und der Name registriert. Hat man dieses durchlaufen, folgt das Pavillon-Zelt mit den beiden Abstrichstellen. Hier wird den Menschen das Wattestäbchen durch ein Nasenloch tief in den Nasen-Rachen-Raum geschoben. „Alle, die das machen, sind Klinikerprobt“, sagt Alexander Jahn. Der 20-Jährige macht eine Ausbildung zum Notfallsanitäter und ist Abschnittsleiter an der Schnellteststelle. Er ist einer von neun ehrenamtlichen Helfern, die hier am ersten der zweitägigen Schnelltest-Aktion Dienst tun. Damit will das Land Weihnachtsbesuche bei Angehörigen, die einer Risikogruppe angehören, sicherer machen. Gut 300 Abstriche machen die DRK-Helfer an den beiden Tagen hier im Sommerrain.

Zu diesen gehört auch Lars Banzhaf. Er studiert sonst, beim DRK ist er ehrenamtlich als Rettungshelfer tätig. Der 23-Jährige steht in einem blauen Zelt und ist selbst überwiegend in dieser Farbe gewandet: blauer Schutzkittel, blaue Handschuhe, FFP-2-Maske und darüber ein Schutzschild aus Plexiglas. Mit einem Kollegen nimmt er die Abstriche entgegen, taucht die Wattestäbchen in eine Flüssigkeit, daraus werden dann ein paar Tropfen in die Testkassette gegeben. Bildet sich nach einer Viertelstunde ein roter Streifen, ist der Test negativ, bildet sich ein zweiter, ist das Ergebnis des Schnelltests positiv.

Mit gutem Gefühl zur 98-jährigen Mutter

Derweil warten Johannes und Barbara Schlichter in einem der beiden dafür vorgesehenen Zelte. Von zwei jungen Frauen in DRK-Montur werden sie schließlich gerufen: Beide Testergebnisse sind negativ. „Ich hatte mir auch nichts Anderes vorstellen können“, sagt Barbara Schlichter. Und doch sei sie erst jetzt vor dem Besuch der Mutter „beruhigt“. Ihr Bruder werde das Gleiche in Radolfzell machen, erzählt sie. Etwa 35 Minuten habe die Prozedur gedauert, inklusive der Wartezeit vorab, weil sie und ihr Mann zehn Minuten vor dem online gebuchten Termin vor Ort waren. „Jetzt sind wir die drei Tage auf der sicheren Seite“, sagt Johannes Schlichte zufrieden.

Die Teststelle in Bad Cannstatt ist eine von sieben des DRK an diesem Tag in Stuttgart. An beiden Tagen werden zwischen 4000 und 5000 Tests vorgenommen, rund 100 Ehrenamtliche sind an den beiden Tagen im Einsatz.